SDG Blog #11: NACHHALTIGE KOMMUNEN

Ulrike/ November 7, 2021/ SDG/ 3Kommentare

Das Bauen, mit all seinen Herstellungsprozessen, ist eines der stärksten CO2-Emittenten und damit auch einer der größten Mitverursacher der Klimakrise. Das wissen wir. Trotzdem hat das kaum Folgen für die Planungs- und Baupraxis. Gebäude werden immer noch so gebaut und mit Energie versorgt, dass sie Ressourcen und Umwelt ausbeuten, Ökosysteme beeinträchtigen und Vereinzelung statt Gemeinschaft fördern. Auch wenn es viele neue Denkansätzen gibt, ziehen Architekten, Bauherren, Behörden und Gesetzgeber leider viel zu selten alle an einem Strang.

Im Zusammenhang mit diesem SDG #11 „Nachhaltige Städte und Kommunen“ treiben mich die folgenden Fragen um, und ich würde sie gerne hier zur Diskussion stellen. 

  • Wie können wir mehr Wohnraum schaffen, ohne immer weitere Flächen zu versiegeln?
  • Können wir bestehende Gebäude nutzen, um graue Energie, Identität, Baugeschichte als Abbild der Gesellschaft zu erhalten? 
  • Welche Anforderungen stellt die Überalterung unserer Gesellschaft an die Architektur und das Wohnen in Städten und Gemeinden? 
  • Warum wächst die Zahl der Single-Haushalte? Welche Ideen gibt es für neue Formen des Zusammenlebens (Stichwort „Mehrgenerationen-Wohnen“)? 
  • Wie sieht ein echter Dorfmittelpunkt aus und wie kann er Begegnung, Gemeinschaft und politischen Diskurs ermöglichen? 
  • Autofreie Städte: Reine Utopie oder denkbar?

Ich freue mich auf eure Ideen und Gedanken. Herzliche Grüße, Astrid

P.S.: Das Beitragsbild zeigt die Tiny Places in Altleiningen. Falls ihr einmal ausprobieren wollt, wie es sich auf kleinen Grundrissen barrierefrei lebt: https://www.tiny-places.de

3 Kommentare

  1. Zwischen Immobilien-Blase und Tiny House Siedlung. Eine interessante SWR odysso Dokumentation: https://www.youtube.com/watch?v=tcBJHsw_X40

  2. Dass unsere Gesellschaft immer älter wird hat zur Folge, dass mehr kleine, barrierefreie Wohneinheiten benötigt werden und auch solche, die gemeinschaftliche Wohnformen ermöglichen, wo man sich also z.B. eine Küche teilt. Solche Wohneinheiten sind noch selten. Weil es keine guten Alternativen gibt, „blockieren“ in unserer Gemeinde deshalb viele ältere und alte Menschen ganze Ein- und Mehrfamilienhäuser, die ideal wären für junge Familien.

  3. Wenn man bedenkt, dass der Energie- und Ressourcen-Aufwand für den Bau genauso hoch ist wie für die Unterhaltung und den Betrieb des Gebäudes über 40, 50 Jahre hinweg, dann ist jede Form des Neubaus inakzeptabel. Ich frage mich warum nicht viel mehr Industrie- und Sozial-Brachen in Wohnraum umgewandelt werden. Hat das mit der Umwidmung zu tun (Nutzungsplan, Bebauungsplan, u.s.w.)? Jedenfalls wären hier mehr positive Anreize hilfreich.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

fünfzehn + zehn =